Der Verein


Die Vereinschronik

75 Jahre Fußballverein Dudenhofen. Sie sind geprägt von einem Vereinsleben voller Kameradschaft, gepaart mit sportlichem Erfolg und gesellschaftlichem Gemein-schaftssinn. Der FVD blickt aber nicht nur auf problemlose Zeiten zurück, sondern wie jeder Verein auf viele Turbulenzen wirtschaftlicher, politischer und personeller Art.

Dies mussten zunächst die Vereinsgründer um Vorstand August Horländer, Otto Lorenz und der kürzlich verstorbene Adolf Hook erfahren, als sie sich "Zum Weinberg" trafen.

Das Hauptproblem lag zunächst darin, ein regelrechtes Spielfeld zu schaffen. Es bot sich ein hügeliges Sanddünengelände an, das vom Bewuchs gerodet werden musste. Ein Vorhaben, das heute ökologisch-politisch absolut zum Scheitern verurteilt wäre.

Dieser Sandhügel wurde innerdörflich als "Invalidenbuckel" bezeichnet, weil sich hier sonntäglich die Alten trafen, um den nicht organisiert spielenden Fußballpionieren Dudenhofens den ersten Applaus zu spenden. Ein damals Jugendlicher, nämlich Ex-Schulleiter Rudolf Kinscherff, weiß zu berichten, dass dies den damaligen Kids gar nicht passte. Die gerodeten Kieferbestände dienten nämlich als "Spielwäldchen", in dem man sich beim Fangspiel tummelte.

In diesem Sandgehege tummelten sich aber auch ebenso viele Karnickel. Da der Flugsand den ersten FVD-Spielern durch das Trikot wehte, hatten die Dudenhöfer bald ihren bis heute gültigen Spitznamen "Sandhasen" weg.

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Fußball-Verein Dudenhofen - Mittelpfalzgaumeister 1930/31

R. Flörchinger, J. Vonderschmitt, J. Ofer, O. Schutzius, F. Grundhöfer, H. Wilhelm, K. Schürer, J. Stork, A. Hook, H. Ofer, B. Schutzius, K. Kappner, M. Hook, F. Schutzius, P. Löffler

Weil der Gründungsvorstand, August Horländer, noch als aktiver Spieler tätig war, übertrug er sein Amt an Otto Lorenz, der die Geschicke des Vereins mit ungeheuerem Engagement führte und auch noch lange Zeit als Vorstandsmitglied tätig blieb.
Nach 4 Jahren C-Klasse schaffte man den Aufstieg zur B-Klasse. Dank hervorragender Leistungen der nachfolgenden, spielenden Vorsitzenden Adolf Hook und Ottmar Schutzius wurde auch bald der Aufstieg zur A-klasse geschafft.

Im Jahre 1933 wechselte man zum neuen Vereinslokal "Zum Waldhof". Der damalige Vorstand hieß Willi Wingerter. Die unselige Zeit des Dritten Reiches führte zur Auflösung der Sportverbände. Der Sportbetrieb erlahmte allmählich. Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges übernahm Herrmann Beck zusammen mit Franz Ramge und Ludwig Birkle die Geschicke des Vereins. Da viele Spieler zum Kriegsdienst einberufen wurden, konnte nur ein spärlicher Spielbetrieb aufrechterhalten werden.

Im Jahre 1943 kam der Fußballsport in Dudenhofen zum Erliegen.

Es war ein mühevoller Neubeginn. 1946 befanden sich im Gasthaus "Zum Ochsen" Ernst Flörchinger und Alois Lehr zusammen und versuchten den Fußballsport in Dudenhofen neu zu organisieren.

Nachfolger im Vorstandsamt war kurzzeitig Ludwig Maffenbeier. Dann entschloss man sich zur Fusion von FV und TV zu einem Großverein unter dem ersten Vertreter der nachfolgenden Rudolf-Dynastie, nämlich unter Rudolf Birkle, der dieses Amt bis 1949 inne hatte.
Nach der Trennung der beiden Vereine im gleichen Jahr übernahm Rudolf Zürker die Amtsgeschäfte. Danach kam die Wende zu rosigeren Zeiten.

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Gruppen-Pokalmeister 1952/53 der Klasse B Speyer-Neustadt

Rudolf Flörchinger, der heutige Ehrenvorsitzende, übernahm das Vereinssteuer. Unter seiner Amtszeit vollzog sich der Ausbau der Sportplatzanlage. Es entstand ein Fußballplatz unter Kastanienbäumen, der seinesgleichen sucht.

Der sportliche Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Mit Spielertrainer Ludwig Ofer erreichte die Mannschaft den Wiederaufstieg in die A-Klasse. Unter dem neuen Vorsitzenden Willi Schneider (1960-62) wurde der erste Rasenplatz in Dudenhofen angelegt. Nach zwischenzeitlichem Abstieg wurde erneut der Aufstieg zur A-Klasse geschafft, gleichzeitig auch die Pokalmeisterschaft errungen.

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Februar 1962: B-Klasse-Spiel in Germersheim - Sieg des FVD mit 9:1 Toren!

Mit dem jetzigen Ehrenvorsitzenden und der Seele des Vereins, Willi Fink, als Vor-stand kamen die größten sportlichen Erfolge des Vereins. Der sachkundige, un-garische Trainer und Torwart Josef Seres schmiedete zusammen mit dem uner-müdlichen Spielleiter Josef Hübner eine sehr erfolgreiche Mannschaft, die die Grundlage bildete für den späteren Höhenflug in den 70er Jahren. Die legendäre "Flörchinger -Elf" mit "John" (Erich) und "Jaques" (Werner Flörchinger) sorgte mit begeisterndem, offensivem Angriffsfußball für einen Zuschauer-Boom in der Spargel-gemeinde.

Zu Beginn der Spielrunde 1966/67 übernahm Helmut Sprott die Trainerarbeit. Seine Früchte reiften bis zum Aufstieg in die oberste Amateurliga. Zwei Jahre lang spielte die Mannschaft unter Trainer Walter Eberhardt sehr erfolgreich in der 1. Amateurliga gegen Mannschaften wie Eintracht Bad Kreuznach, FC Rodalben, VfR oder 1. FC Kaiserslautern-Amateure. Erst die Einführung der 2. Bundesliga und die nachfolgen-de Neugliederung der Klassen führte wieder zum Abstieg.

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Aufstieg in die 1. Amateurliga 1970

Die spielerisch-technisch hochstehende "Hook"-Elf war ein respektierter Gegner bei den Großen der Amateurliga. Dieter Hook, der dieser Mannschaft über Jahre den Namen gab, blieb ähnlich wie unser Jubel-Vorsitzender Hubert Trauth trotz lukrativer Angebote einiger Regional-Vereine stets den Schwarz-Gelben Farben treu und spielt nunmehr seit 40 Jahren für den FVD.

Das Spielen in höheren Klassen hatte natürlich seinen Preis für den Dorfverein ohne Sponsoren. Die Folge war eine zunehmende Verschuldung.
Über die nachfolgenden Vorsitzenden Karl-Heinz Otto, Werner Holdermann, Klaus Ackermann, Eckard Schatek bis hin zum jetzigen Vorsitzenden Hubert Trauth gelang es unter Einsatz aller ehrenamtlichen Kräfte in vielen Einzelinitiativen im Sportheim, bei Spargelfesten und Ortsturnieren den Verein wieder zu konsolidieren.

Heute stehen wir stolz in der Pflicht, einen Breitensportverein zu führen mit einer hervorragenden Jugendarbeit und sportlich zufrieden in einer Klasse zu spielen, die den wirtschaftlichen und spielerischen Potential des Vereins entspricht.

Möge Willi Fink, das letzte FVD-Original, noch lange sein "Schwarz und Gelb" into-nieren. Der FVD blühe, wachse und gedeihe.

Dr. Helmut Ofer



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